03 — Zum Ende des Ramadan
Fitra: damit niemand vom Fest ausgeschlossen bleibt
Das Wort Fitra hängt mit dem Fastenbrechen zusammen. Die Abgabe ist Dank dafür, den Ramadan erreicht und vollendet zu haben, und ihr Ziel ist schlicht: Ein bedürftiger Mensch soll am Festtag genug zu essen haben — gemessen am Lebensstandard der Gesellschaft, in der er lebt. Nach der hanafitischen Rechtsschule, der DITIB folgt, ist die Fitra wādschib, also verpflichtend.
Beispiel
Familie Demir: Vater, Mutter und zwei kleine Kinder. Der Vater besitzt Vermögen über dem Nisab, die Mutter nicht. Er gibt die Fitra für sich und die beiden Kinder und — wie viele Familien — auch für seine Frau: 4 × 15 € = 60 €. Kommt am Festmorgen vor der Morgendämmerung noch ein Baby zur Welt, ist auch für das Neugeborene Fitra zu geben.